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Datenschutz in Vertrieb, Marketing und Werbung BDSG

Datenschutz in Vertrieb, Marketing und Werbung BDSG
Rechtsgrundlagen, Arbeitshilfen und Schulung zum Kundendatenschutz
Bereits vor Inkrafttreten der DSGVO war Datenschutz ein relevantes Thema für Merketeers, Werber und Vertriebsprofis. Denn der Schutz personenbezogener Daten von bestehenden und potentiellen Kunden war seit jeher eine Grundvoraussetzung für seriöses Marketing in Unternehmen. Daher haben wir hier noch einmal wichtige Gesichtspunkte für Sie aufbereitet, die vor der DSGVO im BDSG geregelt waren. Gerade, wenn Sie sich derzeit im Umsetzungs-Prozess mit der DSGVO befinden, sind Vergleiche mit der bisherigen Rechtsprechung oftmals hilfreich, um Neuerungen wirklich im Kern zu erfassen und verordnungskonform umzusetzen.

Vergleichen lohnt sich
Die Nutzung von Kundendaten gehört zu den elementarsten Geschäftspraktiken der Unternehmensbereiche Vertrieb, Marketing und Werbung. Auf ihr baut die direkte Verbindung zum Kunden auf, macht sie doch aus abstrakten Zielgruppen konkret ansprechbare Interessenten. Personenbezogene Daten sind von enormer wirtschaftlicher Relevanz, die mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft weiter an Wert gewinnt. Ohne Datennutzung sind ein zeitgemäßer Vertrieb und moderne Werbemaßnahmen kaum noch möglich. Der korrekte Umgang mit Kundendaten leistet also einen bedeutenden Beitrag zum Geschäftserfolg – auf der anderen Seite konfrontiert er aber das Unternehmen mit gesetzlichen Bestimmungen, deren penible Einhaltung über das Wohl der Firma entscheidet. Die DSGVO ist dafür der neue Maßstab. Um aber für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, empfiehlt sich der direkte Vergleich mit dem BDSG. Der Blick zurück schärft das Verständnis für die aktuellen Regelungen. Um Sie dabei zu unterstützen, bieten wir Ihnen an dieser Stelle einen schnell verfügbaren Einblick in die einschlägigen Dokumente zur bisherigen Rechtssprechung. Ein Studium vor dem Hintergrund des neuen DSGVO-Wissens lohnt sich in jedem Fall, wirft der Vergleich doch ein scharfes Licht auf die Beweggründe des Gesetzgebers und macht diese für die eigenen Aktivitäten nachvollziehbar.

Datenschutz wird zunehmend existenziell
Vertriebler, Marketing- und Werbeabteilungen sind von den alten wie neuen Bestimmungen zu einem sorgfältigen, aufmerksamen und gesetzestreuen Umgang mit personenbezogenen Daten angehalten. Selbst scheinbar geringfügige Unachtsamkeiten können verheerende Wirkung haben, wie das regelmäßig folgende Medienecho beweist. Neben empfindlichen Geldstrafen droht der öffentliche Pranger, der beim Thema Datenschutz keine Milde erwarten lässt. Die Sensibilität der öffentlichen Meinung im Bezug auf die Erhebung, Verarbeitung und den Einsatz von Kundendaten war noch nie so groß wie heute. Deshalb stehen und fallen Vertriebsmaßnahmen oder Werbekampagnen heute damit, wie die eingesetzten Daten gesetzeskonform gehandhabt werden. Dies ist keineswegs neu – und doch lassen sich im Unterschied zum bisher gültigen BDSG erhellende Neuerungen in der DSGVO finden.

Mehr Spielraum, aber auch mehr Verantwortung
Als Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von Kundendaten enthält die DSGVO die Art. 6 Abs. 1 lit. b (Vertrag) und lit. f (Verarbeitung im berechtigten Interesse des Unternehmens unter Abwägung des Interesses und der Grundrechte und Grundfreiheiten der Betroffenen). Außerdem wird das Instrument der Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. behandelt. Diese Rechtsgrundlagen entsprechen im Grundsatz den bisher vom BDSG bekannten Regelungen, stellen also keine Neuerungen für Unternehmen dar, die sich schon früher an die gesetzlichen Regelungen hielten. Neu ist dagegen die Regelung für die Nutzung von Kundendaten zu werblichen Zwecken. Diese wird von der DSGVO nicht mehr gesondert betrachtet. Vielmehr muss die Nutzung von Kundendaten nun in einer Abwägung des berechtigten Interesses des Unternehmens gegen das Interesse, die Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen beurteilt werden. Die Bedeutung dieser Korrektur des alten BDSG kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Für Ihre vertrieblichen und werblichen Aktivitäten gewinnen Sie mit der Neureglung einen wesentlichen Zuwachs an Spielraum. Zugleich können Sie sich aber künftig weniger auf konkrete Vorgaben stützen, sind also noch mehr in Ihrer Verantwortlichkeit gefordert.

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